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Mit dem Powerbook bin ich im Großen und Ganzen sehr zufrieden. Die Hardware ist einfach top, das Design ebenso (Slot-In CD-Laufwerk, absolut keine Teile, die abbrechen können), es nimmt einem selbst den Sturz vom Schreibtisch nicht übel (bitte nur auf eigene Gefahr nachmachen...) Der zweite Mausknopf fehlt mir nicht wirklich, da ich ihn mit Fn+Apfel emuliert habe, genau wie den mittleren mit Fn+Alt, oder benutze eine externe Maus.
Was die Tastatur angeht: Manche Tasten sind anders verteilt als auf einer PC-105-Tastatur - das @ ist z. B. auf Alt-L. In Linux ist es kein Problem, diese umzubelegen, in MacOS schon. Das ist auch eins der größten Mankos von OS X - ich konnte bis heute nicht meine eigene Tastenbelegung einstellen und mit Tastenkombinationen Aktionen ausführen. Für einen Tastaturmenschen wie mich nicht so komfortabel.
Auf der Kommandozeile habe ich mich allerdings dank des zugrundeliegenden Unix schnell zurechtgefunden. Ansonsten ist das Betriebssystem ein Traum was intuitive Bedienung angeht, anspruchsvolle Benutzer müssen sich jedoch ihre Lösungen zusammengoogeln und oftmals kleine von Bastlern bereitgestellte Binary-Tools ausführen, wenn sie irgendetwas tunen wollen (z. B. den Startsound des Powerbooks ausschalten). GPL scheint in der Community nicht so verbreitet zu sein. Fink (Port von apt-get für MacOS) und Tiger Cow (Portage für MacOS) habe ich nur kurz ausprobiert und mich dann doch wieder für natives Linux entschieden, mit dem Hintergedanken, es in einem Jahr wieder auszuprobieren.
Ein Problem von Linux unter ppc sind in diesem Sinne auch die nicht-existenten, da proprietären Treiber von Grafikausgang und WLAN-Karte (Airport Extreme, wird aber gerade reverse-engineert, sieht bisher sehr gut aus). Mit MOL (Mac-On-Linux, bootet aus Linux heraus den ganzen Rechner in einem separaten Fenster erneut, so daß man 2 Betriebssysteme aufeinander laufen hat) kann man allerdings einen MacOS-WLAN-Treiber benutzen und über tun-Interface raustunneln.
Die ppc-Architektur hat für einen Linux-Nutzer neben ihrem Reiz auch ihre Nachteile: Binary-only-Software wie Skype kann nur aus MacOS oder über MOL benutzt werden. Mit Gentoo hatte ich erschreckend wenig Probleme, ich merke praktisch keine Unterschiede zu x86, wenn man von der Partitionierung der Platte (mac-fdisk) und dem Bootloader (yaboot) absieht. Software-Suspend unter Linux wird wohl noch eine Zeitlang Wunschtraum bleiben, alle anderen Sonderfunktionen (Display-Helligkeit verändern, Lautstärketasten) machen keine Probleme.
Die Akku-Laufzeit war anfangs auch sehr zufriedenstellend (5 Stunden bei normalem Arbeiten mit nicht ganz extrem hellem Display), aber da ich den Akku dummerweise ständig nicht optimal geladen und entladen habe, hat sich die Zeit mittlerweile stark verkürzt.
Prolog: Ich hab mich hier nur auf das konzentriert, was mir spontan an Unterschieden zu meinen bisherigen x86-Rechner eingefallen ist - alles, was ich nicht geschrieben habe, hab ich entweder vergessen oder es ist vergleichbar mit meinen Erfahrungen auf anderen Rechnern. Korrekturen, Anregungen und Kommentare empfange ich gerne über die Kontakt-Seite.