Und wieder das gleiche. Nach einem Konzert in Kalmar's Nation wollte ich wieder mal nicht heimfahren... vielleicht sollte ich mir auf Dauer mal ne Connection in der Innenstadt organisieren, wo ich ne Matratze hab. Ideal wäre so ne Matratze in Rackarberget... Muß mal meine Connections dort fragen ob sie nicht Lust haben, mir zum Freundschaftspreis 2 m² ihres Zimmers zu vermieten. Ich seh den Aushang schon vor mir: "Student repariert Computer gegen Schlafplatz in Rackarberget. Zwei Stunden Aufwand entsprechen einer Nacht. Frühstück bevorzugt."
Der einzige Aushang, den ich bisher gedruckt aber noch nicht aufgehängt hab, handelt jedoch davon, daß ich eine Gitarre suche. Vielleicht meldet sich ja jemand. Irgendwie vermiss ich meine Instrumente schon. Aber wenigstens kann man hier im Zimmer ein paar Sachen dazu bringen, Geräusche zu machen.
Die Konzertnacht bei Kalmar's war unglaublich gut, hab sogar wieder eine CD erstanden, außerdem war das Konzert dann doch nicht so kurz wie das der letzten beiden Bands. Ist also wohl doch nicht so, daß in Schweden alle Konzerte nur 30 Minuten gehen. Uff, wieder mal Glück gehabt. Außerdem hab ich eine hundertprozentig sichere Methode gefunden, gaaanz viele Leute an einem Abend kennenzulernen. Ich hab mich mit Regina an so einen hohen Bartisch gesetzt, auf dem eine Riesenschüssel mit Bonbons stand. Im Fünfminutentakt kamen Leute, die ganz verstohlen auf die Riesenschüssel gekuckt haben und viele davon haben dann ganz lieb gefragt, ob sie ein paar kriegen (90% der Frauen) oder einfach mal mit der Hand reingelangt (90% der Männer). Wobei sich keiner überzeugen ließ, was zu bezahlen. Aber man konnte ein bißchen mit den Leuten reden, und das war echt gut, vor allem weil die meisten schwedisch gesprochen haben. Es geht also bergauf.