Am darauffolgenden Tag war wieder mal weggehen angesagt - es sollte ein Livekonzert mit 2 Bands bei der V-Dala Nation geben. Hier bestätigte sich, was vorher schon jemand erwähnt hatte, die Konzerte waren unglaublich kurz. Es ging erst um 11 los, jede Band spielte ca. 30 Minuten, dann war noch anderthalb Stunden Konservenmusik und um 2 war's aus.
Zudem mußte ich auf dem Hinweg erschrocken auf der halben Strecke zwischen Lilla Sunnersta und der Innenstadt feststellen, daß sich in meinem Vorderreifen absolut keine Luft mehr befand. Notdürftig versuchte ich dennoch, mich und das Fahrrad zum Treffpunkt für das Konzert zu bringen, was stellenweise nicht ganz einfach war. Schnell wurde mir klar, daß an den Heimweg so nicht zu denken war. Glücklicherweise hab ich von Anna, die wie Peter in Kantorsgatan wohnt, für die Nacht ein Dach über dem Kopf bekommen und konnte am nächsten Tag dort das Rad aufpumpen und kucken ob die Luft drinblieb - tat sie natürlich nicht. Sonntags ist das natürlich eine mittelschwere Katastrophe. Und Uppsala ohne Fahrrad ist einfach unmöglich. Also ging's am Montag gleich nach der Uni ab in's Fahrradgeschäft - das leider schon geschlossen hatte. Mist. Glücklicherweise gibts hier ein Elektro-Haushaltswaren-Audio-Computer-Wir-Haben-Alles-Geschäft, wo ich auch Fahrradflickzeug fand. Mit diesem konnte ich dann, nachdem ich mir einen Tag später den dazugehörigen Kleber gekauft hatte, zum ersten Mal in meinem Leben einen platten Reifen reparieren. Glücklicherweise konnte ich 2 Leute im Fahrradkeller und den Verkäufer im Fahrradladen fragen wie's geht. Die Schnittmenge aller Anleitungen, einmal durch den Plausibilitätsfilter gejagt, gab dann ein ganz gutes Ergebnis. Zumindest bleibt die Luft jetzt drin und ich bin wieder mobil. Uff.