Dann der spannende Tag - 1.9., Umzug nach Lilla Sunnersta. Regina, die Drückebergerin, hat sich natürlich am Tag vorher abgeseilt, indem sie ne andere Wohnung gefunden hat. Also hieß es alleine nach Lilla Sunnersta ziehen. Morgens erstmal Schlüssel abholen, noch schnell an die Uni zum Kurs, in der Mittagspause zur JuHe zum von der Uni bestellten Taxi, schnell nach Lilla Sunnersta, nur kurz das Gepäck ins neue Zimmer werfen... WOW! Ist das mein Zimmer? Egal, keine Zeit, mein Schlüssel hat gepasst, wird schon das richtige sein, erstmal zurück zum Taxi und ab zur Uni zur Nachmittagsvorlesung, dann zur JuHe das Rad holen und ab gehts, das neue Zuhause begutachten. Huiii, der Weg nach Lilla Sunnersta hat sich aber im Taxi nicht so gezogen wie mit dem Rad und 3 großen Tüten Gepäck... Mann, eine schnurgerade Straße durch die Landschaft, direkt von der Uni bis zu meinem Haus, ca. 5 km, ganz leicht hügelig. Das kann ja lustig werden. So, jetzt aber erstmal Zimmer begutachten. Was gibts denn da so... Alles riecht so neu. Oh, eine schicke Schreibtischlampe. Oh, sogar Bettdecke, 2 Kissen und Bezüge! Mikrowelle. Ein Wasserkocher, ein Wasserkessel (warum auch immer), eine Thermoskanne, eine Schublade voller Küchenzeugs wie z. B. extremst scharfe Edelstahlmesser, Käsehobel und so weiter. Ein Küchenschrank mit richtig viel Zeugs drin, 4 Teller, 8 Tassen, 4 Gläser, ne Schüssel, Platte, Schüsselchen, sogar ein Kaffeefilter... wow. Alles für mich! Ganz alleine! Naja, jetzt versteh ich wie die Miete sich berechnet. Und neben dem Schreibtisch noch ein Tisch und 2 weitere Stühle, ein Stuhlsessel und 2 geschmackvolle Bilder an der Wand. Huch!! Die Bauarbeiter haben einen Fernseher in der Ecke stehenlassen! Erst langsam werde ich mit dem Gedanken vertraut, daß sie ihn für mich stehengelassen haben. Nette Bauarbeiter, danke!
Ich verzichte auf das weitere Erwähnen von Kleinigkeiten in der Größenordnung Kühlschrank / Gefrierschrank. Das Erraten der restlichen Einrichtung bleibt dem Leser als Übungsaufgabe überlassen.
Oh Nein, das Internet geht noch nicht! Naja, dann räume ich halt das Zimmer ein... Es ist erst 18 Uhr, was mach ich denn jetzt den ganzen restlichen Abend ohne Internet? Erst langsam merke ich, daß man sich mit einem neuen Zimmer viel länger beschäftigen kann als man glaubt. Vor allem, wenn man nicht durch das Internet abgelenkt ist, bzw. durch die Leute, die einen anchatten und hören wollen, wie's einem geht :)
Um 24 Uhr merke ich, daß das Internet doch geht. (nicht-PC-interessierte Leser bitte im nächsten Abschnitt weiterlesen!) Hier gibts allerdings ein etwas schräges System, was Internetzugang aus den Wohnheimen angeht. Schräg im Sinne von - ich hab's noch nie gesehen. IP und DNS gibts per DHCP. Der erste HTTP GET request wird mit 301 auf netlogon.student.uu.se beantwortet, wo man sich dann über ein Web-Interface an nem (RADIUS?)-Server anmelden muß. Anschließend wird man permanent vom Logon-Server gepingt und wenn der Ping nicht erfolgreich ist wird man wieder rausgeworfen. Scheint ein großes Problem für alle Ersties mit ZoneAlarm zu sein, der per default kein ICMP Echo zuläßt. Man kann sich scheinbar hier als Fachmann sehr viel Essen verdienen :) Spaghetti waren lecker (danke Nadja!) :)